Der Oberösterreichische Landesverband für Psychotherapie (OÖLP) hat für Fragen auf dem Gebiet der Berufsethik sowie zur Bearbeitung von Beschwerden und Konflikten zwischen Klienten/Klientinnen und Psychotherapeuten/-Therapeutinnen eine
Ethik-, Beschwerde- und Schlichtungsstelle (EBS)
eingerichtet.

Wir wollen:

  • Hören, was nicht gehört wird
  • hinsehen, wo weggesehen wird
  • zur Sprache bringen, was nicht gesagt werden kann
  • verschweigen, was verschwiegen werden muss


Aufgabenstellung der EBS:

  • Behandlung allgemeiner ethischer Fragestellungen in
  • Zusammenhang mit Psychotherapie, Thematisieren
  • ethischer Fragen in der Berufsgruppe, Öffentlichkeitsarbeit
  • Anlaufstelle für Anfragen und Beschwerden rund um eine
    Psychotherapie, sowohl für KlientInnen als auch für TherapeutInnen
  • Mitarbeit im Bundes-Ethik-Gremium

 

1. Prüfung der Zuständigkeit:

 

Dabei haben BeschwerdeführerIn

  • regionale Zuständigkeit – OÖ;
  • inhaltliche Zuständigkeit – ausschließlich Beschwerden bzgl.
    Psychotherapie, aber auch für Beschwerden über PsychotherapeutInnen,
    die nicht Mitglieder des OÖLP sind.

 

2. Ersuchen um schriftliche Formulierung der Beschwerde

und Klärung des Anliegens/Ziel-Klärung. (Schweigepflicht!)
Wir informieren den/die BeschwerdeführerIn über unsere
Möglichkeiten – diese sind: HÖREN, Schlichtungsangebot,
Abklärung ob Verstoß gegen Berufspflichten, Abschluss-Stellungnahme
der EBS.

 

3. Weiterleitung der Beschwerde an den/die beschuldigte/n

PsychotherapeutIn und Information über unsere Vorgangsweise
und Möglichkeiten; Ersuchen um schriftliche Stellungnahme
seitens des/der PsychotherapeutIn. HÖREN:
es besteht auch die Möglichkeit persönlicher Gespräche mit
der/dem PsychotherapeutIn um die Vorwürfe zu klären.

 

4. Vermittlungsangebot:

Dabei haben BeschwerdeführerIn
und PsychotherapeutIn in einem moderierten Gespräch
die Gelegenheit, Missverständnisse aufzuklären
oder auch einen Kompromiss zu erarbeiten. Wichtig ist
unseres Erachtens dabei, dass konflikthafte therapeutische
Beziehungen in diesem Gespräch zu einem für beide
Seiten akzeptablen Abschluss gebracht werden können.
Schlichtungsgespräche bedingen das vorher eingeholte Einverständnis
beider Parteien. Sie werden grundsätzlich von 2
MitarbeiterInnen der EBS geführt und protokolliert. Das Ergebnis
der Schlichtung halten wir in einem Protokoll für beide
Parteien schriftlich fest.

 

5. Falls eine Schlichtung nicht erwünscht ist oder sie nicht gelingt:

  • es erfolgt die Auseinandersetzung im ganzen EBS-Team;
  • wir klären, ob es sich um einen Verstoß gegen die Berufspflichten
    handelt oder nicht;
  • es ergeht eine schriftliche Stellungnahme darüber an beide
    Seiten.

 

6. Mögliche Ergebnisse:

  • der Vorwurf ist nicht gerechtfertigt
  • es liegt ein Verstoß gegen die Berufspflichten vor (nach PT-Gesetz
    bzw. Kodex); in diesem Fall streben wir die Auseinandersetzung
    mit dem/der PsychotherapeutIn darüber an im Sinne
    von Selbstreflexion.

Emails richten Sie bitte an: ebs@ooelp.at